Auf geht es in etwas mehr als 5 Wochen Südafrika. Gerade als wir fröhlich vom Parkplatz am Flughafen fahren wollen, bemerke ich, dass die SIM Karte nicht funktioniert. Das Problem ist schnell gefunden, die erworbene Airtime und Daten wurden auf die falsche Nummer geladen. Zurück im Shop versichert man mir, dass man den Fehler behebt und in 30 Minuten alles in Ordnung ist. Ist es natürlich nicht. (Erst 3 Tage später in Oudtshoorn können wir die Karte dann endlich nutzen, nachdem ich einem freundlichen Mitarbeiter eine halbe Stunde beim Schreiben einer E-Mail zuschauen darf.)
Auf der Suche nach etwas Essbarem landen wir in der Tygervalley Mall. Aber natürlich haben fast alle Shops und Restaurants geschlossen – optional trading wegen Feiertag. Ein paar Pommes für die Jungmannschaft finden sich aber und die Laune ist wieder auf dem aufsteigenden Ast. Das ändert sich jedoch schlagartig beim anschliessenden Supermarktbesuch. Alle sind müde und wir finden uns nicht zurecht und so laden wir schliesslich völlig entnervt unsere Beute ins Auto und machen uns auf den Weg nach Robertson.
Knapp 2 Stunden Fahrt liegen vor uns. Eigentlich hätten wir nach dem Flug eine Unterkunft etwas näher an Kapstadt bevorzugt, aber so günstig auch das Flugticket an Silvester war, so teuer und ausgebucht ist alles in Kapstadt. Die Strecke durch die Winelands ist schön, aber Werner irgendwann völlig übermüdet und es gibt keine Möglichkeit zum Anhalten. Endlich kommt die rettende Tankstelle und ich übernehme für den Rest der Strecke das Steuer.
Gegen 15 Uhr, fast 24 Stunden nach unserer Abreise, erreichen wir das Pat Busch Mountain Reserve. An der Rezeption stehen wir vor verschlossenen Türen und die Gesichter werden schon wieder länger. Die freundliche Putzfrau verrät uns aber, dass der Schlüssel am Cottage steckt.
Jetzt heisst es erstmal Ankommen. Innerhalb von Minuten ist der Inhalt unserer Taschen gleichmässig über alle Zimmer verteilt.

Die Jungs wollen zum Pool, da hat es aber leider beim besten Willen keinen Platz mehr. Eine grosse Gruppe Südafrikaner hat es sich dort gemütlich gemacht. Zurück im Cottage wird Werners Laune immer schlechter, Paul immer müder und Henry immer stiller. Ich genehmige mir erst mal ein grosses Glas Wein.

Paul will schliesslich sofort ins Bett und Henry eröffnet mir «Mami, ich will die Reise eigentlich gar nicht machen. Ich will lieber wieder heim.» Das sitzt und ich habe plötzlich arge Zweifel, ob diese Reise die richtige Entscheidung war. Haben wir den Jungs doch zu viel zugemutet?
Am nächsten Morgen sieht die Lage schon viel besser aus, das Wetter jedoch eher nicht. Es bleibt den ganzen Tag bewölkt und mit 20 Grad auch relativ kühl. Das stört nicht weiter, denn wir wollen einfach nur Nichts tun und uns von der langen Anreise erholen.

Pat Busch stellt sich als echter Glücksgriff heraus, die Cottages liegen wunderschön eingebettet in einer Hügellandschaft. Neben Pool und Spielplatz gibt es ausserdem einen Damm, in dem man Schwimmen und Fischen kann. Auf einem kurzen Spaziergang entdecken Henry und ich das erste Tier.

Jetzt sind wir bereit für unsere Rundreise durch die Provinzen West- und Ostkap. Wir haben alle Unterkünfte vorgebucht, da unsere Reisezeit zum Teil in die Sommerferien fällt.
Auf der Strecke zwischen Kapstadt und Port Elizabeth waren wir bereits 2011 und 2014 unterwegs. Deshalb haben wir diesmal einige Stationen in der Kleinen und Grossen Karoo mit eingebaut. Hier können die Temperaturen im Sommer zwar auch jenseits der 40 Grad Marke liegen, aber wir hoffen auf einen milde gestimmten Wettergott.
Unsere Reiseroute im Detail
Pat Busch Nature Reserve – Oudtshoorn – Karoo Nationalpark – Mountain Zebra Nationalpark – Addo Elephant Nationalpark – Plettenberg Bay – De Hoop Nature Reserve – Agulhas Nationalpark – Kapstadt
Anschliessend geht es noch für eine Woche nach Johannesburg und in den Pilanesberg Nationalpark, bevor wir uns auf nach Australien machen.

Ich hoffe ihr seid nun so richtig angekommen und im Reisemodus. Gibts irgendwo ein Aboknopf, so dass ich ein Mail bekomme, wenn ihr einen neuen Beitrag veröffentlicht? LG Andrea
Hoi Andrea
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Gruss Werner
Das weckt Erinnerungen….
ah, Lappi mach d’Auge uf, oder so. Merci!