Big City Life

Von der einsamen Insel direkt in die Millionenstadt. Zum Glück ist unser kleines Häuschen eine Ruheoase im Grossstadtdschungel. Wir werden herzlich von Lewis, dem Vermieter, begrüsst und die Jungs stürzen sich sofort auf die bereitgestellte Spielzeugkiste. Keine Spur von Müdigkeit, obwohl es laut Fiji Zeit schon nach 22 Uhr ist.

Eine Woche Zeit haben wir, um Australiens „heimliche Hauptstadt“ zu erkunden. Erstes Ziel – der Darling Harbour Spielplatz. Obwohl es bewölkt ist, sind die zwei Rabauken nicht davon abzuhalten, auch den Wasserspielplatz zu erobern,

Wasserspass am Darling Harbour

Am Nachmittag treffen wir Mavis, eine Freundin von mir, die zufällig auch gerade in Sydney verweilt.

Für die nächsten Tage ist eher wechselhaftes Wetter angesagt. Da die Sonne am Morgen aber noch vom Himmel lacht, machen wir einen Spaziergang durch den botanischen Garten.

Wir haben einen Buggy für Paul gemietet, den Anschieber gab es gratis dazu

Hier befindet sich auch Mrs Macquarie’s Chair, ein Aussichtspunkt, von welchem man sowohl das Opernhaus als auch die Harbour Bridge sieht. Leider kommt man momentan wegen Bauarbeiten nur recht schwer hin. Der Himmel wird ohnehin immer dunkler und so besteigen wir am Circular Quay die Fähre Richtung Darling Harbour. Unser Ziel ist das Maritime Museum, Henry möchte gern Schiffe sehen. Die grösste Attraktion wartet schon in der Eingangshalle, ein Eisbrecher aus über 100.000 Legosteinen.

Papi, können wir das kaufen?

Mittlerweile regnet es ziemlich stark, aber das stört uns nicht weiter, denn das kostenlose Museum ist wirklich toll. Ich bin fasziniert von der Ausstellung über Kay Cottee, der ersten Frau, welche ohne Unterbrechung allein die Welt umsegelte. Die Jungs schauen sich derweil mit dem Papa die Schiffe an. Zu unserer Freude ist auch die Wildlife Photographer of the Year Austellung zu Gast. Und es gibt ein super Spielzimmer.

Mama, du hast zu viel Gepäck dabei

Bei einem Besuch in Sydney, darf ein Ausflug nach Manly, einem der Northern Beaches, nicht fehlen. Allein schon die Anreise per Fähre ist ein Erlebnis, weil man eine Hafenrundfahrt gleich inklusive hat.

Der Kapitän bringt uns sicher nach Manly

Mit dem Bus fahren wir zum North Head Sanctuary, von wo aus man einen tollen Blick auf die Skyline von Sydney und die Klippen von Watson’s Bay hat.

North Head Sanctuary

Ein Besuch am Strand und ein Eis dürfen natürlich nicht fehlen. Dann geht es wieder zurück zum Circular Quay, wo wir den Sonnenuntergang vom Cahill Express Way geniessen. Das ist ein kleiner Geheimtipp, von hier oben hat man eine tolle Sicht auf die Harbour Bridge und die Oper.

Sydney wartet weiterhin mit eher wechselhaftem Wetter auf. Es ist immerhin auch Herbst, die Temperaturen liegen aber immer noch um die 20 Grad. Wir nutzen die sonnigen Morgenstunden für einen Spaziergang durch The Rocks, dem ältesten Viertel Sydneys. Unser Mittagessen verspeisen wir auf dem Kreuzfahrtschiffterminal, welches während unseres Aufenthaltes leer bleibt.

Lunch with a View

Der Horizont wird bedrohlich dunkel, also suchen wir wieder Unterschlupf, diesmal soll es das Powerhouse Museum sein. Hier müssen wir zwar Eintritt zahlen, dafür sind wir mit allerhand Experimenten der Physik auf der Spur.

Streit am Plasma Ball

Für die letzten zwei Tage unseres Aufenthaltes ist strahlend blauer Himmel angesagt und so beschliessen wir, einen Ausflug in die Blue Mountains zu machen. Mit dem Zug geht es in zwei Stunden nach Katoomba. Als wir kurz vor sieben Uhr morgens ziemlich verschlafen in den Zug einsteigen, staunen wir nicht schlecht, als wir zwei Engländer wieder treffen, die mit uns zusammen im Resort in Fiji waren.

In Katoomba lacht zwar die Sonne vom Himmel, aber es ist wirklich kalt. Wir holen unser Ticket für den grossen roten Hop On Hop Off Bus ab. Das ist in unseren Augen zwar völlig überteuert, aber wir haben keine Muse uns den ganzen Tag mit den Fahrplänen der öffentlichen Busse auseinander zu setzen.

Unsere Fahrer sind schon parat

Der Bus bringt uns direkt zur Scenic World, ein Paradies für alle Bähnli Freunde. Zuerst geht es in die Skyway, in der „Mann“ durch den Glasboden in die 270 Meter tiefe Schlucht schauen kann.

Skyway

Zweiter Stopp – Scenic Railway, mit 52 Grad Neigung der steilste Passagierzug der Welt. Zusätzlich kann man seine Sitzposition noch anpassen, der Cliffhanger gibt dann 64 Grad. Mir reicht auch schon die „Laid Back“ Variante.

Noch haben wir ein breites Grinsen im Gesicht

Der Scenic Walkway, ein kurzer Boardwalk im Tal ist so gar nicht nach Pauls Geschmack, da muss schon der Gummibärchen Dealer kommen.

Treibstoff für müde Kinderbeine

Die Scenic Cable Way, natürlich Made in Switzerland, bringt uns wieder an unseren Ausgangspunkt zurück.

Cableway

Jetzt brauchen wir noch etwas Bewegung, ein kurzer Bushwalk bringt uns auf dem Prince Henry Clifftop Walk zu den Three Sisters. Die drei Felsnadeln sind das beliebteste Ausflugsziel in den Blue Mountains, dem entsprechend ist auch das Gedränge am Aussichtspunkt. Die erste der Schwestern kann man über eine Brücke erreichen. Dazu muss man aber zunächst über 100 steile Stufen hinab und dann natürlich wieder hinauf steigen. Ich habe auch vier Tage später in Form von Muskelkater noch Freude daran.

Three Sisters

Unsere zweite Wanderung ist dann schon etwas abenteuerlicher. Über Stock und Stein geht es abermals über einen Teil des Clifftop Walks vorbei an herrlichen Aussichtspunkten bis zu den Gordon Falls. Dafür sind wir aber auf dieser Strecke plötzlich fast ganz allein.

Ausblick auf das Jamison Valley

Nach einem wohlverdienten Eis in Leura, besteigen wir den Zug zurück nach Sydney. Das Wetter war wirklich perfekt für den Ausflug, aber ein Tag ist einfach viel zu kurz für diese wunderschöne Gegend.

An unserem letzten Tag laufen wir über die Harbour Bridge und kehren noch einmal zum Spielplatz im Darling Harbour zurück. Man hätte noch gut zwei weitere Wochen in Sydney verbringen können, aber das Abenteuer ruft. Ich bin ja immer noch ein grosser Fan meiner ehemaligen Heimat Melbourne, aber eins muss man Sydney lassen – dieser Anblick ist schwer zu überbieten:

Sydney Harbour

2 Kommentare bei „Big City Life“

  1. Oh man, da kommen Erinnerungen hoch… Nur fehlten bei uns das letzte Mal die Gummibärchen. ☺️

    1. Ich hab in der Woche so oft an unsere Zeit in Sydney gedacht. Wir sind auch ein paar mal mit der Fähre in Balmain vorbei geschippert.

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