Bei der Abreise aus dem Addo sind wir in rekordverdächtiger Zeit startklar. Werner hat seine Tetrisfähigkeiten beim Beladen des Autos perfektioniert.

Schritt 1 – Die Taschen 
Schritt 2 – Mit Verpflegung 
Schritt 3 – Kram 
Schritt 4 – Igel Tarnung
Google Maps beschert uns heute eine abenteuerliche Fahrt über Schotterstrassen und eine kostenlose Rundfahrt durch die Vororte von Uitenhage.

Auf der N2 kommen wir zügig voran und legen einen Stopp im Storms River Mouth ein. Das Gebiet ist Teil des Garden Route Nationalparks und man kann hier auch in Hütten direkt am Meer übernachten. Wir hatten hier allerdings vor ein paar Jahren kein Glück mit unserer Unterkunft und haben uns diesmal gegen einen längeren Aufenthalt entschieden. Die kleine Wanderung zu den Hängebrücken ist aber eine willkommene Abwechslung auf der langen Autofahrt.

Jetzt ist es nur noch ein kurzes Stück bis zu unserer Unterkunft in der Nähe von Plettenberg Bay. Auch mit dem Moonshine on Whiskey Creek haben wir wieder einen Volltreffer gelandet. Unser Butterfly Garden Cottage ist ein Traum und auch der Rest der Anlage kann voll überzeugen. Der Besitzer Albert stammt aus dem Schwabenländle und Henry fragt ganz verwirrt „Sprechen die Menschen jetzt hier in Afrika auch deutsch?“.
Nach den vielen Stunden im Auto in der letzten Woche brauchen wir Bewegung. Deshalb machen wir uns am nächsten Tag auf zu einer kleinen Wanderung auf dem Grundstück. Im Tal gibt es einen Bach mit Felsenpool und Wasserfall. Der Weg entpuppt sich als recht abenteuerlich und die Sandalen und kurzen Hosen als nicht ganz geeignete Kleidung. Paul fand den Ausflug aber wohl weniger spannend.

Am darauffolgenden Tag erkunden wir das Robberg Nature Reserve. Auf der Halbinsel in Plettenberg Bay gibt es drei unterschiedlich lange Wanderwege. Wir entscheiden uns für die mittlere Version Witsand. 5,5 km gilt es zu bewältigen. Wir kommen wie immer später als geplant los und starten so erst gegen 10 Uhr. Schon auf den ersten Metern, die noch über einen Boardwalk führen, kommen wir ins Schwitzen. Dann geht es immer stetig bergauf. Besonders steile Stellen sind mit einem Geländer gesichert, worüber ich sehr froh bin, denn Henry springt wie immer voraus.

Oben angekommen, freuen wir uns auf ein flaches Stück weg. Aber inne Halten ist fast nicht möglich, dann fallen sofort Hunderte Ameisen über einen her. Endlich erreichen wir Witsand, eine Sanddüne, die wir nun hinab zum Meer düsen.
An der Bucht gönnen wir uns eine ausgiebige Mittagspause, bevor es auf den Rückweg geht. Dieser gestaltet sich noch einmal sehr abenteuerlich. Über Felsen kraxeln wir nur wenige Meter über dem Meer am Hang entlang.

Knapp 3 Stunden nach Aufbruch sind wir wieder am Parkplatz, davon 2 Stunden reine Gehzeit. Henry hat super mit gehalten und auch Paul ist einen Teil des Weges (mit Aussicht auf Gummibärchen) selbst gelaufen. Die Wanderung hat uns allen trotz der Anstrengung sehr gut gefallen. Der Weg bietet sehr viel Abwechslung und fantastische Ausblicke auf die Küste.
An unserem letzten vollen Tag ist das Wetter eher bescheiden und so statten wir dem Birds of Eden einen Besuch ab. Hierbei handelt es sich um die grösste Freiflug Voliere der Welt. Der Eintrittspreis ist relativ teuer, aber die Anlage kann uns voll überzeugen. Naja, sagen wir mal den älteren Teil der Familie. Paul hat keinen besonders guten Tag erwischt und fordert vehement den Rückzug ein.

Erst als zur Fütterung plötzlich dutzende Vögel um uns herum schwirren, lässt er sich doch mal ein Lächeln entlocken. Hier gelingt uns auch ein Schnappschuss des berühmten Knysna Loerie (oder Turaco). Sein Verwandter, welcher vor unserer Unterkunft durch die Bäume schwirrt, war immer zu schnell für uns.

… weil ihr so fleißig postet und uns über den Winter helft, kommt hier euer Lied:
https://www.youtube.com/watch?v=fJCbVT-GkX8
=> Mit einem Auftrag: so ein Foto von euch mit der Bemalung muss es geben 🙂
Passt auf euch auf!!
Conny
wow, was für grossartige fotos und spannende berichte. macht richtig spass, euch aus der heimat zu ‚begleiten‘. herzlichen dank fürs teilen!
liebe grüsse, kathrin