5 Wochen Südafrika – Ein Rückblick

Momentan hängen wir etwas hinterher mit der Berichterstattung, genau genommen 2,5 Wochen. So lang sind wir schon in Australien unterwegs. Trotzdem soll es noch ein Fazit zu unseren 5 Wochen in Südafrika geben.

Insgesamt haben wir über 4000 km mit unseren fahrbaren Untersätzen zurück gelegt, davon 3000 km auf unserer Rundreise von Kapstadt zum Addo Nationalpark und zurück, ein Schnitt von 160 km am Tag. Das war für uns (bis auf wenige Ausnahmen) sehr gut machbar. Plant man die Route mit Google Maps, spuckt der Computer 2200 km aus. Damit bestätigt sich auch ein Tipp, den ich für die Routenplanung erhalten hatte – inklusive Ausflügen, Safaris und sonstigen Fahrten kann man die reine Fahrstrecke als Richtwert mit 1.5 multiplizieren.

Unsere Südafrika Route

Das Fahren in Südafrika ist recht entspannt, wenn auch auf der falschen Seite. Ein paar Besonderheiten sollte man jedoch kennen, so zum Beispiel Kreuzungen mit 4 Way Stops. Vorfahrt hat das Fahrzeug, welches zuerst an der Kreuzung war. Wir hatten zwei verschiedene Mietwagen, für den ersten Teil der Strecke einen Nissan X-Trail. Von dem SUV hatten wir uns für die Safaris eine bessere/höhere Sitzposition und komfortableres Fahren auf den unbefestigten Strassen erhofft. Wir erinnern uns, wie das ausging.

Da ist wohl die Luft raus

Wir hatten die Autos zum Glück über Car del Mar, einen Broker mit Sitz in Deutschland gebucht, und dort eine Zusatzversicherung für Reifen und Windschutzscheibe abgeschlossen. Das ist deutlich günstiger, als die Versicherung vom Vermieter. Das Geld für den kaputten Reifen wurde uns innerhalb von 2 Tagen nach Schadensmeldung zurück erstattet. Top Service!

Der Kofferraum vom X-Trail ist nicht sehr groß, zumindest hat unser Nissan Almera in Kapstadt fast genauso viel Platz gehabt. Da war es von Vorteil, dass wir mit Reisetaschen unterwegs sind und nicht mit Koffern. Beide Autos hatten wir bei Avis gemietet und waren generell zufrieden. Nur bei der Abgabe vom Almera erlebten wir noch eine Überraschung, als wir knapp 30 Franken für eine extra Reinigung zahlen sollten, weil angeblich zuviel Sand im Auto war Bitte was? Leider ist der gute Mann von der Autovermietung noch sturer als ich und sämtliche Diskussion zwecklos.

Die Unterkünfte waren alle vorgebucht und das war auch gut so. Wir hätten an einigen Tagen weder Zeit noch Nerven gehabt, um eine Bleibe für die Nacht zu finden. Und in den Nationalparks, vor allem im Addo, spontan eine Unterkunft zu finden, ist nahezu unmöglich. Im Durchschnitt hat uns eine Nacht CHF 135 gekostet. Das geht auch günstiger, wir haben jedoch viele Nächte in den Nationalparks direkt verbracht. Dabei sollte man bedenken, dass ein Teil der Übernachtungskosten in den Erhalt der Parks und damit auch der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt investiert wird. Alle Unterkünfte waren gut, aber das Moonshine on Whiskey Creek in Plettenberg und die African Family Farm in Kapstadt sind unsere eindeutigen Favoriten.

Unser Cottage in Plettenberg Bay

Alle unsere Häuser hatten eine Küche und so haben wir uns zum Großteil selbst versorgt. Der ein oder andere Restaurantbesuch war aber auch dabei, zumal es das Budget in Australien und Neuseeland dann nicht mehr sehr oft erlauben wird. Eingekauft haben wir meist bei Woolworths, zwar die teuerste Supermarktkette, aber auch die mit der besten Qualität. Ausserdem können wir noch die Kette Foodlovers Market empfehlen, hier gibt es hauptsächlich Obst und Gemüse (aus der Region) und Fleisch in sehr großer Auswahl.

Ausgaben Südafrika

Mehr als die Hälfte unserer Ausgaben in Südafrika gehen zu Lasten der Unterkünfte. Dann folgen Essen und Transport (beinhaltet die Mietwagenkosten und Treibstoff) zu gleichen Teilen. Unter Tourismus fallen Eintrittsgelder und Touren. Der Großteil hier ist die Wild Card, welche sich für uns definitiv gelohnt hat, weil wir sehr viele Nationalparks besucht haben. Sonstiges beinhaltet Ausgaben für Internet, Telefon, Wäsche waschen und einige kleine Anschaffungen, wie zum Beispiel eine Kühltasche. Insgesamt haben wir unser kalkuliertes Budget um knapp 500 Franken unterschritten.

Wir hoffen, in den nächsten Tagen den Reisebericht zu unserer Tour durch den Südwesten Australiens online zu stellen. Mittlerweile sind wir nämlich wieder in Perth angekommen und geben morgen unseren Camper wieder ab.

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