Und dann ist es auch schon wieder Zeit, unseren Herbert abzugeben. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit und waren überrascht, dass er doch viel mehr Platz geboten hat als erwartet. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir nur an einem Tag Regen hatten und immer draussen sein konnten. Ein grosses Plus gegenüber gleichwertigen Modellen von anderen Vermietern ist das Sonnenvordach. Denn australische Campingplätze bieten wenig Schatten.

Das Wohnzimmer 
Die Küche – links Gaskocher und Spüle, rechts Kühlschrank und Stauraum 
Das obere Bett, tagsüber Lager für unseren Kram 
Wohnzimmer zum zweiten Schlafzimmer umfunktioniert
Vor der Abgabe muss Herbert noch vom Staub der letzten Wochen befreit werden und wir gönnen ihm die Luxusbehandlung mit rosa Schaum.

Die Abgabe verläuft problemlos und Thomas von der Vermietung ist froh, dass der Camper keine Schäden aufweist. Denn er wird morgen schon wieder abgeholt. Wir müssen jetzt allerdings mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Fremantle zurück, wo wir uns ein Haus über Airbnb gemietet haben. Zum Glück konnten wir unsere Taschen schon dort unterstellen. Unser Bus kommt nur alle 30 Minuten und fährt uns natürlich gerade vor der Nase weg. Die Bushaltestelle ist an der Schnellstrasse direkt in der Sonne und heute sind 35 Grad. Gute Laune garantiert. Dann müssen wir noch zweimal umsteigen, bevor wir in Fremantle ankommen. Die Hafenstadt liegt 20 km südlich von Perth. Wir finden es hier gemütlicher, als in der Haupstadt Westaustraliens. Fremantle hat viele gut erhaltene alte Gebäude und jede Menge Cafés und Restaurants.

Am Mittwoch machen wir einen Ausflug nach Rottnest Island. Die autofreie Insel ist innerhalb von 30 Minuten mit der Fähre zu erreichen. Rottnest Island ist 11 km lang und maximal 4.5 km breit und kann daher perfekt mit dem Fahrrad erkundet werden. Also leihen wir uns Drahtesel aus und machen uns auf die mittlere, 11 km lange Strecke.

Henry ist in seinem Element und radelt wie ein Profi über alle Hügel ohne sich ein einziges Mal zu beschweren, dass es anstrengend sei. Da haben wir schon ein wenig mehr zu tun, vor allem Werner, der Paul im Anhänger transportiert. Und das ohne E-Bike. 🙂

Es ist ein toller Tag, wir geniessen die Ruhe und die wunderbaren Ausblicke auf die unzähligen Buchten. Zwei Badestopps dürfen auch nicht fehlen.

Und natürlich ein Quokka Selfie. Die Kurzschwanzkängurus sind auf der Insel zahlreich vertreten und sehen auf Fotos immer total putzig aus.

Ein Ausflug nach Perth darf auch nicht fehlen, man kommt von Fremantle bequem in 25 Minuten mit dem Zug in die Stadt. Die Innenstadt ist relativ kompakt, so dass eigentlich alles zu Fuss zu erreichen wäre. Wenn der Paul doch nur laufen würde. Momentan geht er keinen Meter, verspricht uns aber hoch und heilig jeden Tag, dass er in Neuseeland dann alles selbst läuft. Deshalb greifen wir auf den CAT, einen kostenlosen Busservice, zurück. In Perth gibt es vier Linien, in Fremantle zwei.

Und was macht man so in Perth mit Kindern? Auf den Spielplatz gehen, was sonst. Zuerst landen wir im Kings Park, der grünen Lunge der Stadt. Henry und Paul sind fast nicht mehr aus dem Flugzeug heraus zu bekommen.

Dann wollen wir wenigstens noch zum Elizabeth Quay, denn die Gegend wurde seit unserem letzten Besuch völlig umgestaltet. Uns verschlägt es fast die Sprache, da wo früher eine grüne Wiese war, gibt es jetzt Hochhäuser mit schicken Wohnungen (zu noch schickeren Preisen) Restaurants, einen Fähranleger, einen Bahnhof und oh wunder – einen Wasserspielplatz. Damit wäre unser Nachmittagsprogramm dann auch beschlossen.

Heute heisst es packen, denn am Abend geht unser Flug nach Christchurch in Neuseeland. Der Südwesten von Australien hat uns begeistert, gern hätten wir noch etwas mehr Zeit hier verbracht. Aber im Mai kommen wir ja wieder. See you then Straya.